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Mikrokanal Wärmetauscher: instand setzen oder austauschen

Ich stimme für das Instandsetzen. Jedes Mal, wenn man einen Verflüssiger instand setzen kann, statt ihn auszutauschen, ist das für Reparaturbetriebe gut. Weniger Zeit = mehr Geld. Kunden sind zufriedener und es herrscht eine bessere Stimmung. Der Austausch eines einwandfreien Wärmetauschers hat keinen Sinn. Stattdessen nimmt man die Instandsetzung in weniger als 5 Minuten vor: mit einem Propanbrenner und einigen simplen Gegenständen, die jeder HVAC-Techniker parat hat.

 

Mikrokanal Wärmetauscher sind Vollaluminium-Wärmetauscher mit mehreren flachen Rohren, die kleine flache Kanäle enthalten, durch welche das Kältemittel fließt. Die Wärmeübertragung wird durch das Einsetzen von angewinkelten und gerippten Lamellen zwischen den flachen Rohren maximiert. Nicht nur diese Kanäle, sondern auch der Verteilerkopf und die Kupferrohre lassen sich einfach instand setzen.

 

Einfache Wartung und Reparatur

 

Mikrokanal Wärmetauscher lassen sich einfach reinigen und vor Ort mit einem einfachen Legierungslot reparieren. Diese Mikrokanal Wärmetauscher sind weniger als zwei Zoll dick und ermöglichen die einfache Beseitigung von Schmutz, der sich im Wärmetauscher angesammelt hat. Bei Lamellenwärmetauschern ist das nicht der Fall: sie sind oft viel dicker, mit versetzt angeordneten Rohren und gerippten Lamellen; deshalb erweist sich die Schmutzbeseitigung unter Umständen als schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Die Haltbarkeit von Mikrokanal Wärmetauschern ermöglicht auch eine Druckwäsche (mit einem breiten Sprühmuster), was bei Lamellenwärmetauschern nicht empfehlenswert ist. Wärmetauscherleckagen sind zwar unwahrscheinlich, können aber ebenfalls vor Ort durch ein unkompliziertes Verfahren repariert werden. Multimetall-Lot, eine Reinigungslösung, eine Vakuumpumpe, einige einfache Werkzeuge und ein wenig Übung sind alles, was erforderlich ist.

 

Mikrokanal Wärmetauscher sind kleiner, haltbarer, für weniger Kältemittelverbrauch, bessere Wärmeübertragung und Beseitigung von Ameisennestkorrosion ausgelegt. Wenn Sie daher löten, müssen Sie mit niedriger Temperatur und einem Propanbrenner oder MAPP-Gas löten, dabei die Flamme ständig bewegen, um das Problem nicht durch Schmelzen des Kanals zu verschlimmern. Verwenden Sie Multimetall-Lot für die Reparatur. Das Lot und das Flussmittel sind spezifisch dafür ausgelegt, sich direkt mit dem Metall zu verbinden und somit zu verhindern, dass es bei Ihrer Reparatur zur Entstehung von festen Verunreinigungen bzw. Schlacke kommt. Dadurch wird auch verhindert, dass, beim Löten, drinnen die schwarzen Oxidationsflocken entstehen. Wenn somit die Füllung freigegeben wird und sich das Kältemittel durch das System hindurch bewegt, ist ein sauberer stetiger Fluss in den Mikrokanal Wärmetauschern gegeben. Löten Sie bei einem standardmäßigen Lamellenwärmetauscher wie gewohnt. Hier am Mikrokanal Wärmetauscher würden Sie dasselbe tun.

 

Lamellen vs. Mikrokanal

 

Angesichts der Einführung von Mikrokanal Wärmetauschern hat sich die Wartungspraxis gegenüber traditionellen Kupferrohr- und Aluminiumlamellen-Wärmetauschern teilweise geändert. Es ist wichtig, zu verstehen, dass Mikrokanal Wärmetauscher ein relativ geringes Kältemittelvolumen enthalten. Erstens muss bedacht werden, dass man deswegen die Mikrokanal Wärmetauscher nicht leerpumpen kann, wenn andere Teile des Systems gewartet werden müssen – wie einst bei Rohr- und Lamellenwärmetauschern.

 

Zweitens sollten Instrumente erst angeschlossen werden, wenn dies für die Wartung notwendig ist. Abermals enthalten die Systeme nur ein geringes Kältemittelvolumen; jedes Mal, wenn Instrumente an das System angeschlossen und Schläuche mit einem Teil der Systemfüllung gefüllt werden, könnte sich dies auf die Leistung des Systems auswirken.

 

Eine geringe Unterfüllung (von einer Unze bis zu einigen Unzen) kann sich auf die Leistung des Gerätes auswirken. Verwenden Sie Ihre Instrumente sparsam. Falls Sie jedoch ein Instrument anbringen müssen, wenn Sie die „Füllung“ zum Transport in Ihre Schläuche eingebracht haben, füllen Sie die Schläuche erneut und blasen Sie sie aus, bevor sie am Gerät angebracht werden, und vergewissern Sie sich, dass Ihre verlustarmen Armaturen funktionieren.

 

Durch Füllen Ihrer Schläuche halten Sie nicht kondensierbare Gase aus dem System heraus und ist gewährleistet, dass Sie die Füllung des Gerätes nicht beeinflussen. Bedenken Sie, dass die Instrumenten-Schläuche beim Füllen eines Gerätes berücksichtigt werden sollten. Stellen Sie ferner sicher, dass Sie die verlustarmen Armaturen an Ihren Instrumenten abschalten oder schließen, bevor Sie sie vom System entfernen, um einen Kältemittelverlust des Systems zu vermeiden.

 

Wenn Sie feststellen, dass Sie die Füllung eines Gerätes justieren müssen, ist eine komplette Neufüllung nach Gewicht gemäß Typenschild-Wert das beste Einstellverfahren. Eine geringfügige Überfüllung bzw. beliebige nicht kondensierbare Gase können Hochdruckauslösungen verursachen, insbesondere, wenn der Verdichter bei höherer Umgebungstemperatur anläuft.

 

Ich muss betonen, dass, weil das im Verflüssiger enthaltene Volumen so gering ist, diese Geräte nachtragend sein können, wenn die Kältemittelfüllung nicht präzise ist. Daher ist die Kältemittelfüllung bei Mikrokanal Geräten entscheidend.

 

Sie müssen eine Digitalwaage benutzen, um das Kältemittel beim Einstellen der Füllung ein- bzw. auszuwiegen. Addieren oder entfernen Sie nur eine geringe Kältemittelmenge pro Einstellung und warten Sie pro Einstellung mindestens 15 Minuten. Dadurch kann das Kältemittel im System zirkulieren und sich im System ausgleichen.

 

Dies ist ein langsamer Vorgang, verhindert aber Rückrufe aufgrund von ausgelösten Überfüllungsdruckschaltern bzw. Unterfüllung und „ungenügender Kühlung“. Am besten macht man es auf Anhieb richtig.


Selbstverständlich sind ein praxisgerechtes Lötverfahren, wobei eine Stickstoff-Spur durch das System verläuft, und Evakuierung auf 500 Mikron mit einem Mikrometer ebenfalls für ein vorschriftsmäßig arbeitendes System entscheidend. Da Feuchtigkeit eine nicht kondensierbare Komponente ist, und da die Füllung entscheidend ist, kann selbst wenig in einem System verbliebene Feuchtigkeit störende Verflüssigungsdruckauslösungen verursachen. Stickstoff verdrängt den Sauerstoff in der Leitung, wodurch Oxidation verhindert wird; diese Oxidation ist auf der Außenseite der Leitung – beim Löten – zu sehen. Genau dies würde innen ohne Stickstoff passieren.

 

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